Sonntag, 15. Juli 2007

Team Austria wieder daheim & FotoS

Nach der Staffel fand traditionellerweise eine Closing Ceremony, in der die IOF-Fahne an das nächste Austragungsland Schweden weitergegeben wurde, und ein Bankett statt, mit dem die Junioren-WM in Australien einen würdigen Abnschluss fand.

Das österreichische Team verließ Dubbo im Morgengrauen und nach 6 Stunden Autofahrt und 18 Stunden Flug wiederum über Bangkok, kamen wir gut und diesmal MIT sämtlichem Gepäck in Wien/Schwechat an. Ein herzliches Dankeschön an unseren Trainer, der uns wie immer hervorragend betreut hat!! Australien war definitiv eine Reise wert und auch ohne Medaillen oder Diplome haben wir viel Erfahrung und Eindrücke mitgenommen!



Start zur Herrenstaffel


Warti beim Zielsprint nach der 2. Strecke


Tobi beim Zielsprint nach der ersten Staffelschleife


Die besten Juniorinnen: Norwegen, Schweden, Schweiz, Finnland


Die Besten Junioren: Tschechien, Norwegen, Lettland, Schweden


Ein Abschluss-TeamfotO

Lange dabei und zum Schluß doch klar vorbei!

JWOC Staffel

Ein kalter, windiger, fast regnerischer Wintertag empfing uns heute im Wettkampfgebiet des abschließenden Staffelbewerbes. Unheimlich begegnete uns das Meer der Absperrungen, die von den Veranstaltern mit Akribie aufgezogen wurde. 2 Zuschauerposten für Damen und Herren mit langen Sichtstrecken und einen gut übersehbaren Zieleinlauf wollte klar abgegrenzt werden. Nicht zu vergessen sind die zwei Coaches areas, die heute von Sandro Schachner und Stephi Killmann vorbildlich betreut wurden.
Ursula Kadan lief als 2. in einem Mixed-Team mit der Italienerin Nicole Scarlet. Schon deutlich hinter der Spitzengruppe startete Ursi hinaus, aber die Luft war heute bei ihr schon „draußen“. Sie konnte bei den Einzelläufen glänzen.
Bei den Herren startete Tobias Killmann. Ein imposanter Steinkoloss-Berg mit 100hm zeigte uns den Weg zum ersten Posten. Gut einsehbar sah man die ersten LäuferInnen hinaufklettern. Die ersten 3 Posten liefen sehr gut. Zum 4. Posten kam er ungenau in den Postenraum und „entdeckte“ den falschen Gabelposten. Tobi gab aber den Gashebel nicht aus der Hand und konnte sich gleich im ersten Verfolgerfeld einreihen. Auch wenn das Verfolgerfeld etwas an Boden verlor so lies er sich nicht von seinem Plan abbringen. Mit nur knapp 3 Minuten Rückstand übergab Tobi an Christian Wartbichler. In einer großen Gruppe, der zweiten, startete er gut, hatte aber gleich am Beginn einen großen Fehler, der ihm in Summe 3 Minuten kostete. Den Rest des Laufes versuchte er verzweifelt den Rückstand aufzuholen. Nur knapp hinter dem Verfolgerfeld übergab Christian an Wolfgang Siegert. Wolfgang Siegert kämpfte bis knapp vor dem Wettkampf mit seiner riesen Blasenwunde am Fuß. So gut als möglich versuchten wir sie möglichst schmerzfrei abzukleben. Wolfi war bis 4 Posten vor Schluss stets 1 Minute hinter einer großen Gruppe um Platz 6 (das Maximalziel). Da passierte ihm leider ein Interpretationsfehler, der ihm einige Zeit kostete. Mit dem Resultat, den 17. Platz in der Nationanewertung können wir nicht zufrieden sein.

Resümee:
Alle LäuferInnen haben noch ein Juniorenjahr vor sich. Für einige war es überhaupt die erste JWOC. Der Weg, der seit einigen Jahren im Jugendkader gegangen wird zeigt nun Früchte. Wir sind zwar lange noch nicht am Ende, aber die Mannschaft hat einiges Potential.
Die Hauptarbeitsgebiete habe ich bereits an andere Stelle angeführt. Der Weg von Tobias, sein sportliches Glück in Skandinavien (Schweden) zu suchen, ist sicherlich ein ganz wertvoller.

Diese Reise war eine wichtige Erfahrung für die SportlerInnen. Sie haben gesehen, dass sie zwar noch ein nettes Stück von der Weltspitze entfernt sind, aber „auch“ wir können ganz oben stehen: Personen (Persönlichkeiten) wie Lucie Böhm, Michaela Gigon haben es uns gezeigt – Göteborg wir kommen!

LG

Markus

Donnerstag, 12. Juli 2007

Staffel-Vorschau

Optimalziel-Wünschenswertesziel-Minimalziel

Durch die "Krankheit" von Sandro einerseits und andererseits braven Ergebnissen von Tobias wurde gestern Abend das Staffelteam nominiert. In einem längeren gemeinsamen Gespräch kristallisierte sich folgende Aufstellung heraus:
Tobias Killmann - Christian Wartbichler – Wolfgang Siegert
Sandro Schachner wird die Staffel auslassen.
Ursi Kadan wird hinter der Italienerin Nicole Scalet ins Rennen gehen. Stephi Killmann wird wieder erst morgen entscheiden, ob sie laufen kann.
Tobias, als erfahrener Staffelläufer, der bereits bei der Tiomila heuer seine Sporen verdient hat wird dann Christian Wartbichler übergeben. Unser Routinier im Team kann sicherlich bei der Staffel noch eine Steigerung abrufen. Wolfgang Siegert, wird dann die gesammelte Energie von heute im Schlussteil zu Höhenflügen motivieren.
Wichtig ist nur, dass unsere LäuferInnen bei dem vielen Gegnerkontakt und den Gabelposten die Ruhe bewahren und ihren (!) Weg finden. Wenn die innere Ruhe der Mittelquali wieder lebbar ist, dann ist sicherlich ein beachtliches Resultat möglich.

Ursi wird immer besser

Mitteldistanz Finale

Nach dem tollen mannschaftlichen Ergebnis beim Qualifikationslauf mussten wir leider in Summe drei LäuferInnen heute vorgeben: Wolfgang Siegert wurde mit seiner riesen Blase für die morgige Staffel geschont, Sandros Verkühlung stoppte ihn gleich am Beginn des heutigen Wettkampfes und Stephi konnte mit den Schmerzen im Sprunggelenk durch das Umknöcheln von gestern nicht an den Start gehen.
Somit schrumpfte das „fitte“ Team auf 3 Personen zusammen.
Tobias Killmann konnte das sichere Gefühl vom Vortag nicht prolongieren. Gleich der 1. Posten, ein heimtückisch-sehr kurzer, super-schwieriger, brachte Unsicherheiten. Tobias fand heute nicht in die Karte, schaffte es nicht das richtige Tempo in dem schwierigen Gelände zu finden: Platz 44.
Christian Wartbichler, der leider diese Woche keinen „RUN“ wie bei der EYOC und JEC 2006 hat fühlt sich nicht wohl auf diesen Karten. So wie es vielen europäischen Nationen ergeht, ist es für uns schwierig die sehr eigenwillige Kartendarstellung des sehr steinreichen Geländes zu interpretieren. Möchte man in Australien wirklich Höchstleistungen erzielen (z.B. WMOC 2009), so wird es notwendig sein, die Vorbereitungszeit deutlich zu verlängern…
Die läuferische Form von Christian ist zwar schon wieder im Ansteigen, aber auch da fehlt es leider noch ein wenig: Platz 51.
Ursula Kadan ist heute der Fels in der Brandung! Wieder machte sie einen Fehler zum (schwierigen) 1. Posten, nur dieses Mal konnte sie sich sofort fangen und ab dann beinahe fehlerfrei den Rest des Laufes absolvieren. Somit kam noch eine Ergebnissteigerung zum Sprint zu Stande: Toller 17. Platz! Ein netter Nebenaspekt sei noch erwähnt: Ursi war schneller als das gesamte Schweizer Damenteam – Schade, dass wir morgen keine Damenstaffel aufstellen können…

Resümee:
Wie schon Thierry Gueorgiou in einem Interview gesagt hat: Es ist für einen Läufer (in) um international erfolgreich zu sein notwendig, möglichst viele verschiedene Gelände- und Kartentypen kennenzulernen. Unter diesem Motto sollte man das Abenteuer JWOC 2007 sehen.
Die Laufgeschwindigkeit als konditionelle Größe einerseits und im Speziellen im lauftechnisch schwierigen Gelände ist im internationalen Vergleich noch deutlich anzuheben, neben (natürlich) das Trainieren im schwierigen Gelände (siehe oben).

Mittwoch, 11. Juli 2007

4 out of 6 - almost perfect

Mitteldistanz - Qualifikation

Am heutigen Tag fand der Mitteldistanz Qualifikationslauf statt.
Gut eingestellt und konzentriert auf das Wesentliche: Konsequent das Gelände im Griff zu haben konnten großteils umgesetzt werden.
Ein wunderschöner Wintertag mit sonnigen 16 Grad zeigte den Wettkampf in einem schönen Licht.
Stephi Killmanns Aufgabe war es heute den Lauf zu genießen und nicht zu sehr mit der "Brechstange" den Erfolg erzwingen zu versuchen und es klappte. Kaum Fehler brachten ihr den sicheren A Finaleinzug als 15. Leider knöchelte sie bei der Hälfte der Strecke um und wir hoffen, sie bis morgen wieder Fit zu bekommen.
Ursula Kadan unterliefen einige Fehler, zum Glück konnte sie den Rest des Wettkampfes sicher bewältigen und ihr 16. Platz lässt für morgen noch einiges offen.
Bei den Herren startete Sandro Schachner als Erster. Eine leichte Verkühlung, die er schon seit einigen Tagen mitschleppt wurde in der Nacht stärker und so waren die Vorzeichen nicht gut. Auch wenn er o-technisch kaum Fehler verzeichnete "lief" es leider überhaupt nicht: Platz 27. Auch sein Start morgen im B-Finale ist fraglich.
Tobias Killmann zeigte einen weiteren Leistungsanstieg und schaffte es trotz ein paar kleinerer Unsicherheiten mit dem 14. Platz klar ins begehrte A-Finale.
Wolfgang Siegert zog sich bei der Langdistanz eine riesige offene Blase an der Ferse zu, die wir leider selbst über den Ruhetag nicht wieder lauffreudig machen konnten.
Schmerzverzehrt startete Wolfgang, aber unter den Voraussetzungen kann es kaum gut gehen: Platz 32. Zwei große Fehler zusätzlich machten die Entscheidung leicht den morgigen Tag ohne OL zu verbringen: Bei der Staffel wird er hoffentlich wieder eine "Gazelle" sein.
Christian Wartbichler nutze den gestrigen Tag um etwas Abstand vom dem Langdistanzwettkampf zu gewinnen. Noch lange nicht perfekt aber deutlich besser zeigte er sich heute wiedererstärkt. 2,5 Minuten Rückstand reichten für den 10. Platz und einen sicheren Polster zum Einzug ins A-Finale!

Resümee: Abgesehen von den zwei angeschlagenen Läufern Sandro und Wolfgang konnten sich die anderen 4 ganz klar für das erwünschte A-Finale qualifizieren. Überraschend ist auch, dass es alle 4 eindeutig geschafft haben. Die Leistungssteigerung des Teams ist unverkennbar, so sollten unsere Zuschauer und Zuhören nun nicht mehr so enttäuscht sein ;-)

LG

Markus