JWOC Staffel
Ein kalter, windiger, fast regnerischer Wintertag empfing uns heute im Wettkampfgebiet des abschließenden Staffelbewerbes. Unheimlich begegnete uns das Meer der Absperrungen, die von den Veranstaltern mit Akribie aufgezogen wurde. 2 Zuschauerposten für Damen und Herren mit langen Sichtstrecken und einen gut übersehbaren Zieleinlauf wollte klar abgegrenzt werden. Nicht zu vergessen sind die zwei Coaches areas, die heute von Sandro Schachner und Stephi Killmann vorbildlich betreut wurden.
Ursula Kadan lief als 2. in einem Mixed-Team mit der Italienerin Nicole Scarlet. Schon deutlich hinter der Spitzengruppe startete Ursi hinaus, aber die Luft war heute bei ihr schon „draußen“. Sie konnte bei den Einzelläufen glänzen.
Bei den Herren startete Tobias Killmann. Ein imposanter Steinkoloss-Berg mit 100hm zeigte uns den Weg zum ersten Posten. Gut einsehbar sah man die ersten LäuferInnen hinaufklettern. Die ersten 3 Posten liefen sehr gut. Zum 4. Posten kam er ungenau in den Postenraum und „entdeckte“ den falschen Gabelposten. Tobi gab aber den Gashebel nicht aus der Hand und konnte sich gleich im ersten Verfolgerfeld einreihen. Auch wenn das Verfolgerfeld etwas an Boden verlor so lies er sich nicht von seinem Plan abbringen. Mit nur knapp 3 Minuten Rückstand übergab Tobi an Christian Wartbichler. In einer großen Gruppe, der zweiten, startete er gut, hatte aber gleich am Beginn einen großen Fehler, der ihm in Summe 3 Minuten kostete. Den Rest des Laufes versuchte er verzweifelt den Rückstand aufzuholen. Nur knapp hinter dem Verfolgerfeld übergab Christian an Wolfgang Siegert. Wolfgang Siegert kämpfte bis knapp vor dem Wettkampf mit seiner riesen Blasenwunde am Fuß. So gut als möglich versuchten wir sie möglichst schmerzfrei abzukleben. Wolfi war bis 4 Posten vor Schluss stets 1 Minute hinter einer großen Gruppe um Platz 6 (das Maximalziel). Da passierte ihm leider ein Interpretationsfehler, der ihm einige Zeit kostete. Mit dem Resultat, den 17. Platz in der Nationanewertung können wir nicht zufrieden sein.
Resümee:
Alle LäuferInnen haben noch ein Juniorenjahr vor sich. Für einige war es überhaupt die erste JWOC. Der Weg, der seit einigen Jahren im Jugendkader gegangen wird zeigt nun Früchte. Wir sind zwar lange noch nicht am Ende, aber die Mannschaft hat einiges Potential.
Die Hauptarbeitsgebiete habe ich bereits an andere Stelle angeführt. Der Weg von Tobias, sein sportliches Glück in Skandinavien (Schweden) zu suchen, ist sicherlich ein ganz wertvoller.
Diese Reise war eine wichtige Erfahrung für die SportlerInnen. Sie haben gesehen, dass sie zwar noch ein nettes Stück von der Weltspitze entfernt sind, aber „auch“ wir können ganz oben stehen: Personen (Persönlichkeiten) wie Lucie Böhm, Michaela Gigon haben es uns gezeigt – Göteborg wir kommen!
LG
Markus
Sonntag, 15. Juli 2007
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